In zwei Stunden von Berlin nach Usedom

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Früher wurde Usedom die „Badewanne" Berlins genannt. Im ausgehenden 19. Jahrhundert hatten die Berliner, die etwas auf sich hielten oder für etwas gehalten wurden, eine Sommerresidenz auf der Ostseeinsel oder waren zumindest Stammgast in einem der eleganten Hotels. Denn es gab eine direkte Zugverbindung zwischen Berlin und Usedom. Dabei fanden sich Namen wie Heinrich Mann, Johann Strauß oder Rudolf Virchow. Selbst der letzte deutsche Kaiser, Wilhelm II., ankerte mit seiner Jacht gerne vor der Insel.

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Ein Lotsenturm als Luxushotel

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In Sichtweiter der Karniner Brücke bzw. deren Überresten in der Mitte der Peene, steht der Lotsenturm auf Usedom. Er ist fünf Jahre Jünger als die Hubbrücke Karnin und wurde 1938 eingeweiht. Allerdings wurde ihm ein ähnlich tragisches Schicksal zuteil, wie der 1945 aus Kriegsgründen zerstörten Brücke über der Peene.

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Hubbrücke Karnin

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1932 geplant, erlebte die Hubbrücke bei Karnin keine lange Einsatzzeit. Eröffnet im ersten Jahr der Nazi-Diktatur, genauer im Juni 1933, wurde sie 1945 beim Rückzug deutscher Truppen aus Russland zerstört, damit die Rote Armee nicht nachrücken konnte. Lediglich das Mittelfundament steht noch mitten in der Peene.

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